Der familienpolitische Diskurs in Deutschland


Autor: Johannes Busse

 

 

Die Debatte um gemeinsame Elternschaft und die Doppelresidenz hat der Psychologe Stefan Rücker, Leiter der von dem Bundesfamilienministerium in Auftrag gegebenen PETRA Studie von Nachtrennungsfamilien, jüngst als die zentrale gesellschaftspolitische Auseinandersetzung unserer Zeit bezeichnet. Tatsächlich rührt die Debatte nicht nur an unserem Verständnis von Eltern- und Kindeswohl, sondern auch an tradierten Rollenbildern in der Familie. Es wäre nicht die erste gesellschaftliche Debatte, in der eine emotionalisierte Stimmungslage dazu führt, dass sich Sachinformation mit Werturteilen bzw. Ängsten und Hoffnungen mischt. Dies ist nicht nur in Deutschland, sondern in den meisten westlichen Demokratien so.

Im angelsächsischen Raum hat sich im Rahmen der Debatte um gemeinsame Elternschaft mittlerweile sogar ein eigener Begriff - „Woozle“ – etabliert. Ein Woozle ist gemäß des Kinderbuches Winnie the Pooh ein Popanz, ein Schreckgespenst, das im gesellschaftlichen Diskurs, immer dort wo es auftritt, der Sachinformation das Fürchten lehrt. In dem vorliegenden Beitrag zur Debatte über die gemeinsame Elternschaft in Deutschland geht es vor diesem Hintergrund darum, den Sachinformationen gegen den gemeinen Woozle den Rücken zu stärken.


weiterlesen...

Stellungnahme zum Antrag BT Drucks 19/1172 vom 13.03.2018 der Fraktion Die Linke „Wohl des Kindes in den Mittelpunkt stellen ‒ Keine Festschreibung des Wechselmodells als Regelmodell“


„Die Linke“ lehnt mit ihrem Antrag die Einführung der Doppelresidenz (Wechselmodell) als Regelfall ab und führt hierbei, neben dem Wohl des Kindes, verschiedene Gründe an, welche an vielen Stellen jedoch einer soliden sachlichen und wissenschaftlichen Grundlage entbehren, worauf wir als doppelresidenz.org im Weiteren eingehen werden. Weitreichende politische Entscheidungen sollten auf der Basis von validen Fakten und Erkenntnissen erfolgen, insbesondere wenn es um die Zukunft unserer Kinder geht.

Stellungnahme zum Download (pdf)


weiterlesen...

Studie Michael E. Lamb: Beeinflusst gemeinsame Erziehung durch getrennte Eltern die Bindung von Kleinkindern?


In seinem aktuellsten Forschungsbericht befasst sich Michael E. Lamb mit den vorliegenden Erkenntnissen rund um die Betreuung von Kleinkindern getrennter Eltern. Er setzt sich dabei mit den vorliegenden Erkenntnissen auseinander und beleuchtet dabei auch kritisch die Aussagekraft einiger Studien, beispielsweise von Tornello oder McIntosh, welche oftmals als Argumente gegen die Doppelresidenz angeführt werden.


weiterlesen...

Das Wechselmodell als kindzentrierte Umsetzung des gesellschaftlichen Wandels


Berlin, 14.03.2018

Am 15. März wird im Bundestag über einen Antrag der FDP-Fraktion beraten, der das Wechselmodell (Doppelresidenz) als gesetzlichen Regelfall für die gleichverantwortliche Betreuung von Kindern getrennter Eltern vorsieht. Ein wichtiger und längst überfälliger Schritt, nicht nur, um die partnerschaftliche Aufgabenteilung der Eltern zu fördern, sondern vor allem, um den Kindern ein emotional gesichertes Aufwachsen mit beiden Elternteilen zu ermöglichen


weiterlesen...

SIE IST DA - 2. Auflage der Doppelresidenz-Broschüre erschienen!


Aktuellste Informationen zur Doppelresidenz

2. Auflage der Doppelresidenz-Broschüre erschienen

 
 

Die zweite, überarbeitete und deutlich erweiterte Auflage unserer Doppelresidenz-Broschüre ist veröffentlicht. Sie enthält die aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnisse, zahlreiche neue Praxistipps für Eltern und fachliche und rechtliche Informationen für mit den Eltern arbeitende Professionen.

 


weiterlesen...

Informationen der Colorado State University zur gemeinsamen Elternschaft


Übersetzung eines bemerkenswerten Beitrages der Colorado State University zum Thema Gemeinsame Elternschaft nach Trennung und Scheidung


weiterlesen...

BGH räumt Wechselmodell rechtlichen Vorrang ein


Im Zweifel für die Doppelresidenz

Streit zwischen den Eltern ist kein Grund, ein Wechselmodell abzulehnen

 
 

In seiner Entscheidung XII ZB 601/15 stellte der Bundesgerichtshof ( BGH) heraus, dass das Wechselmodell (Doppelresidenz) bevorzugt anzuordnen ist, sofern sich kein deutlicher Vorteil für das Residenzmodell ergeben sollte.

Hierauf weist das Bündnis doppelresidenz.org hin, dessen Sprecher Markus Witt in einer ausführlichen rechtlichen und wissenschaftlichen Analyse herausgearbeitet hat, dass vor allem bei der häufig noch schwierigen Frage, was in Fällen von Streit gerichtlich angeordnet werden kann, zu einer eindeutigen Aussage kommt: Im Falle von Streit zwischen den Eltern ist der Doppelresidenz schon allein aus Gründen des Kindeswohles ein deutlicher Vorrang einzuräumen. Die bisherige gegenteilige, juristische, Meinung, wurde mittlerweile durch umfangreiche wissenschaftliche Erkenntnisse widerlegt.


weiterlesen...

60 Studien Doppelresidenz vs. Residenzmodell: Ergebnisse sprechen unabhängig vom Familieneinkommen oder elterlichen Konflikt für die Doppelresidenz


Prof. Linda Nielsen´s neuer Aufsatz über die Analyse von mittlerweile 60 Studien rund um die Doppelresidenz verfestigt weiter die Annahme, dass die Doppelresidenz in der Regel für Kinder bessere Ergebnisse erzielt als das in Deutschland noch häufig gelebte „Alleinerziehenden-“ oder „Residenzmodell“, bei dem meist der Vater als alle-vierzehn-tage-am-wochenende-freizeitelternteil für das Kind präsent ist.

Gerade die gemeinsam gelebte Elternschaft in Freizeit UND Alltag trägt positiv zur Entwicklung der Kinder bei und dies unabhängig von weiteren Umständen.


weiterlesen...

Neue Studie zur Doppelresidenz: Scheidung und Familienstruktur in Norwegen: Zusammenhänge zur psychischen Gesundheit Jugendlicher


Eine neue norwegische Studie beschäftigt sich mit der Frage, wie sich Jugendliche, die in ihrer Kindheit die Trennung ihrer Eltern erlebt haben, entwickeln. Dazu wurden 7.707 Jugendliche im Alter von 16 – 19 Jahren (Geburtsjahrgänge 1993 - 1995) im Jahr 2012 befragt und die Ergebnisse nach verschiedenen Faktoren ausgewertet.

 

Im Ergebnis konnte festgestellt werden, dass sich die Jugendlichen, welche in der Doppelresidenz aufgewachsen sind nahezu gleich entwickelt haben wie Jugendliche, deren Eltern noch zusammen lebten. In einigen Bereichen entwickelten sich die Jugendlichen in der Doppelresidenz sogar besser als ihre Altersgenossen in zusammenlebenden Familien. Die Ergebnisse waren unabhängig vom Geschlecht und der Einkommenssituation feststellbar.

 

Im Gegensatz dazu wiesen Jugendliche, die mit nur einem Elternteil oder in Stieffamilien aufwuchsen deutlich höhere Belastungs- und Stressindikatoren auf.

 

Zusammenfassend konnte festgestellt werden, das Jugendliche, die in Doppelresidenz bei beiden Eltern aufwachsen keine größeren Anpassungsprobleme haben als ihre Altersgenossen, deren Eltern nicht getrennt sind. Bemerkenswert an dieser Studie ist, dass die Jugendlichen hier neben den wissenschaftlichen Tests auch auf ihre eigenen Erfahrungen mit den verschiedenen Lebensmodellen zurückblicken konnten.

 

Link zum Studien-Abstract:http://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/10502556.2017.1402655?journalCode=wjdr20&#.WmCqCPfSG6Y.twitter


weiterlesen...

Ein Jahr nach der BGH-Entscheidung zum Wechselmodell: Ohne politisches Handeln werden Kinder getrennter Eltern nicht entlastet


Am 1. Februar 2017 verkündete der Bundesgerichtshof seine wegweisende Entscheidung zur Doppelresidenz (Wechselmodell). Während Gerichte dies nach und nach in die Praxis umsetzen, fehlen weiterhin Entwürfe, die gleichberechtigte und gleichverantwortliche Elternschaft auch gesetzlich zu verankern und ein zeitgemäßes Familienrecht zu schaffen


weiterlesen...

Gemeinsame Elternschaft nach der Scheidung: Maryland´s Gesetzgeber sollten die Erfolge in Arizona berücksichtigen


Arizona hat seit vielen Jahren eine Gesetzgebung, die möglichst viel Zeit von Kindern getrennter Eltern mit beiden Eltern bevorzugt - im Idealfall also die Doppelresidenz.

Trotz zahlreicher anfänglicher Bedenken wird dieses Gesetz nach mehreren Jahren selbst von den anfänglichen Skeptikern positiv bewertet. Richter, Mitarbeiter der Schlichtungsgerichte, Anwälte und private Anbieter psychischer Gesundheitsleistungen zogen nach langjährigen praktischen Erfahrungen eine überwiegend positive Bilanz.

Auffällig war, dass vor allem aus der kleineren Gruppe der Anwälte und privaten Gesundheitsdienstleister Kritik am Gesetz kam. Wirtschaftliche Interessen sind hier nicht auszuschließen. Ähnliches wurde auch bereits im Zusammenhang mit der obligatorischen Sorgerechtsmediation in Kalifornien beobachtet (vergl. Marx ZKJ 9/2010). Wirtschaftliche Interessen dürfen aber nicht vors Wohlergehen von Kindern gehen.

Der Aufsatz von William Fabricius, der sich damit an den Gesetzgeber im US-Bundesstaat Maryland wendet, der an einer Änderung seines Familienrechts arbeitet, ist in jedem Fall eine Leseempfehlung und sollte auch in der Deutschen Politik mit Aufmerksamkeit bedacht werden, um anstehende politische Änderungen fundiert auf den Weg zu bringen.

http://baltimorepostexaminer.com/shared-parenting-divorce-maryland-legislators-consider-arizonas-success/2018/01/17

 


weiterlesen...

So einfach lässt sich die Doppelresidenz gerichtlich anordnen


Gerichte tun sich in Deutschland oftmals schwer damit, die Doppelresidenz anzuordnen. Oftmals entsteht der Eindruck, dass vor allem rechtliche Vorbehalte den klaren Blick auf die Bedürfnisse des Kindes nebeln. Wir haben daher den Blick über den großen Teich gewagt und uns mal angeschaut, wie in Kanada mit solchen Fällen, bei durchaus schwierigen Umständen, umgegangen wird.

Das Ergebnis ist erstaunlich einfach. Richtet man den Blick auf die Bedürfnisse des Kindes und die Fähigkeiten der Eltern, so wird sich in vielen Fällen recht einfach der Weg hin zur Doppelresidenz finden lassen. Im Beitrag findet ihr eine deutsche Zusammenfassung des Beschlusses.


weiterlesen...

Fragen und Antworten rund um unsere Petition


Mehrere hundert Unterschriften wurden bereits gesammelt, es gibt aber auch noch Fragen. Diese wollen wir an dieser Stelle gerne aufgreifen.


weiterlesen...

Gastbeitrag: WAS IST DARAN SO SCHWER ZU VERSTEHEN ?


In einem engagierten Gastbeitrag führt uns die Diplompsychologin und Familientherapeutin Ursula Kodjoe vor Augen, welche Verantwortung wir gegenüber unseren Kindern haben, was es für diese bedeutet, im Trennungskampf zwischen den Eltern zerrieben zu werden.

 

WAS IST DARAN SO SCHWER ZU VERSTEHEN?

 

Aber lesen Sie selbst, es lohnt sich bis zum letzten Satz ...


weiterlesen...

Gemeinsame Erklärung: Deutschland braucht ein zeitgemäßes Familienrecht! Wir fordern ein gesetzliches Leitbild der Doppelresidenz


In einer gemeinsamen Erklärung fordern 60 WissenschaftlerInnen sowie im Bereich von Trennung und Scheidung tätige Professionelle und VertreterInnen einschlägiger Verbände die Politik auf, das deutsche Familienrecht grundlegend zu reformieren. Aus Sicht der UnterzeichnerInnen ist ein Perspektivwechsel dringend notwendig: Weg vom „Alleinerziehen“ nach einer Trennung der Eltern, hin zum „gemeinsam Getrennterziehen“. Kernelement der Forderung ist das Leitbild der Doppelresidenz (Wechselmodell), also dass Kinder nach einer Trennung abwechselnd bei Mutter und Vater leben, wenn dies möglich ist und dem Kind nicht schadet. Dieses Leitbild hat 2015 auch der Europarat in einer Resolution gefordert.


weiterlesen...
<< 1 - 15 von 26 >>
 

Kontaktmöglichkeiten

 
 

Allgemeine Fragen oder Fragen zur Website:
info@doppelresidenz.org

Presseanfragen:
presse@doppelresidenz.org

Nachricht an die Redaktion:
redaktion@doppelresidenz.org

Veranstaltung mitteilen:
veranstaltungen@doppelresidenz.org

Markus Witt, Sprecher von doppelresidenz.org:
Mobil: +49 (0) 177 235 68 21

Cornelia Spachtholz, Sprecherin von doppelresidenz.org
Mobil: +49 (0) 178 514 16 38

Die nächsten Veranstaltungen

 
 
© 2018 doppelresidenz.org - Projektgruppe "Doppelresidenz" I ImpressumWebdesign Berlin: Mouseevent