Populismus schlägt Fakten: 4 Jahre Rückschritt zum Thema gemeinsame Elternschaft


Die Legislaturperiode geht zu Ende, die Bundestagswahlen stehen vor der Tür. Zeit, einen Blick zurückzuwerfen, was sich zum Thema Doppelresidenz getan hat, wo wir heute stehen. Dazu gehört natürlich auch ein Blick nach vorn – was bieten die Parteien an Lösungen an. Soviel vorweg: dass es so schlimm kommt, hätten wir uns nicht vorstellen können.


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Schweizer Bundesgericht erhebt die Doppelresidenz zur Regel


Das Schweizer Bundesgericht hat Ende 2020 zwei sehr deutliche Entscheidungen gefällt, die die Doppelresidenz (in der Schweiz: alternierende Obhut) klar zum Regelfall erheben. Jetzt wurde eine ausführliche juristische Besprechung der Entscheidungen veröffentlicht, welche nachfolgend kurz zusammengefasst und in Bezug auf die deutsche Situation bewertet wird. Die Ergebnisse sind in weiten Teilen auch auf Deutschland übertragbar und setzen sich auch mit der „Regelfall-Diskussion“ auseinander.


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Update zur Chronik zur Studie "Kindeswohl und Umgangsrecht"


Anfang Februar hatten wir ja umfangreich über die Vorgänge rund um die Studie „Kindeswohl und Umgangsrecht“, welche vom Bundesfamilienministerium in Auftrag gegeben und seit Jahren zurückgehalten wird, berichtet. Wir geben heute ein kurzes Update zu den weiteren Ereignissen.


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Chronologie der Studie „Kindeswohl und Umgangsrecht“ – wie politisch darf eine wissenschaftliche Studie sein?


Die Studie Kindeswohl und Umgangsrecht ist seit Jahren überfällig. Seit Beginn steht sie unter massiver Kritik und dem Verdacht politischer Einflussnahme. Was kann man von dieser Studie erwarten? Warum wird die Arbeit der Wissenschaftler politisch verschleiert und verzögert? Ein Versuch der Aufarbeitung.


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Vom langen Weg zur kindeswohlorientierten Gleichberechtigung in der Erziehung - die Vorteile, Vorurteile und Nachteile der Doppelresidenz (Wechselmodell)


Die Doppelresidenz (Wechselmodell) ist in Deutschland, im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern, noch stark umstritten. Während das überwiegend gelebte Residenzmodell sich jeglicher erkenntnisbasierten Grundlage entzieht, besteht heute die Möglichkeit, sich einer umfassend erkenntnisbasierten, kindeswohldienlichen Betreuungsform zu öffnen. Die Doppelresidenz hat sich in umfangreichen internationalen Studien als in keinem Punkt schlechter, aber in vielen Punkten besser als das Residenzmodell erwiesen. Es fehlt bisher aber an einem ausreichenden Transfer dieser wissenschaftlichen Erkenntnisse in den deutschen Sprachraum.

Häufig wird die Beurteilung dieser Betreuungsform noch von längst überholten Vorurteilen geprägt, die einer tatsächlichen Orientierung an den Bedürfnissen und dem Wohlergehen der Kinder entgegensteht. Es besteht ein erhebliches Defizit zwischen bereits vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnissen und historisch geprägtem Rollenverständnis.

Nahezu unbeachtet bleibt, dass dies auch eine gleichberechtigte Aufgabenverteilung in Familie und Beruf verhindert, von der insbesondere Mütter profitieren könnten.

So ergibt eine differenzierte Betrachtung der verschiedenen Aspekte rund um die Doppelresidenz, dass deren weiterer Verbreitung neben gesetzgeberischen Defiziten vor allem unhinterfragte Vorannahmen und Vorurteile im Wege stehen


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Beeinflusst die gemeinsame Erziehung durch getrennte Eltern die Anpassung von Kleinkindern?


Zusammenfassung des Artikels und Übersetzung durch Markus Witt, Sprecher des Bündnisses doppelresidenz.org

Abstract:

Die sich verändernden Familienrollen und die Anzeichen dafür, dass die meisten Säuglinge Bindungsbeziehungen zu beiden Elternteilen eingehen, haben eine Debatte über Elternvereinbarungen ausgelöst, wenn sich die Eltern von Säuglingen und Kleinkindern trennen. Das Missverständnis der Bindungstheorie und die verfügbaren empirischen Belege haben die evidenzbasierte Entscheidungsfindung eher verschleiert als geklärt. In diesem Bericht untersuche ich genau die fünf Studien, auf die in diesem Zusammenhang am häufigsten Bezug genommen wird, und zeige auf, was sie uns sagen und nicht sagen, auf welche Weise die Anpassung von Kindern gefördert werden kann, wenn sich ihre Eltern trennen.

In Übereinstimmung mit der Bindungstheorie deuten die Belege darauf hin, dass Kinder davon profitieren, wenn Elternpläne es ihnen ermöglichen, sinnvolle und positive Beziehungen zu beiden Elternteilen aufrechtzuerhalten.


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Betreuungsmodelle und staatliche Übergriffe


Mit der Frage der Doppelresidenz (Wechselmodell) wird zunehmend auch die Frage eines Leitbildes im Familienrecht diskutiert. Leider geschieht dies oftmals recht undifferenziert und anhand von (unbegründeten) Vorurteilen.

Ziemlich unbeachtet bleibt dabei aber die eigentlich entscheidende Frage: was kann und soll der Gesetzgeber eigentlich regeln? Wann kann und wann muss er in elterliche Grundrechte eingreifen? Diese Frage soll dieser Beitrag genauer betrachten, auch im Hinblick auf die Unterschiede zwischen zusammenlebenden und getrennten Eltern.


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Schützt Doppelresidenz vor Eltern-Kind-Entfremdung?


Am 12.02.2020 um 20:15 Uhr wird der Spielfilms „Weil Du mir gehörst“ ausgestrahlt, in dem sehr berührend die Entwicklung einer Eltern-Kind-Entfremdung gezeigt wird. Hierbei dürfte es sich ohne Übertreibung um den bedeutendsten Film der letzten Jahrzehnte zu diesem Themenfeld handeln. Im Anschluss an den Film wird es ab 21:45 Uhr eine prominent besetzte Diskussionsrunde, moderiert vom ARD-Rechtsexperten Frank Bräutigam, in der ARD-Mediathek und auf daserste.de geben, zu der auch wir herzlich einladen.

In den letzten Tagen erreichte uns im Zusammenhang mit dem Film mehrfach die Frage, ob die Doppelresidenz (Wechselmodell) eine Eltern Kind-Entfremdung hätte verhindern können. Hierzu wollen wir gerne Stellung nehmen.


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Das Wohl der Kinder hängt nicht vom Betreuungsmodell ab


Seit vielen Jahren wird häufig leider sehr emotional und abseits von Fakten darum gestritten, wann Eltern und Kinder eine Doppelresidenz (Wechselmodell) leben können und wann nicht.

Häufig war zu beobachten, dass an die Doppelresidenz sehr hohe Ideal-Anforderungen gestellt wurden, welche sicherlich wünschenswert sind, aber in der Realität von vielen Eltern so nicht gewährleistet werden können (oder wollen).

Was hier insbesondere von den engagierten Gegnern und Gegnerinnen nur nie thematisiert wurde: unter welchen Voraussetzungen sind denn andere Betreuungsmodelle gut und förderlich für Kinder?


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Überlegungen für ein zeitgemäßes Unterhaltsrecht


„Bei Geld hört die Freundschaft auf“ – wie wir ein Unterhaltsrecht schaffen können, das die Interessen von Müttern und Vätern berücksichtigt, Streit vermeidet und die Kinder gut versorgt


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Der politische Widerstand gegen die Doppelresidenz - ein Erklärungsversuch


Die große Mehrheit der Bevölkerung befürwortet die gemeinsame Elternschaft, die Wissenschaft zeigt mit immer mehr Erkenntnissen die Vorteile der Doppelresidenz (Wechselmodell) auf. Die Parlamentarische Versammlung hat bereits 2015 alle Mitgliedsstaaten aufgefordert, die Doppelresidenz als Leitbild in die nationalen Rechtsordnungen aufzunehmen und die Justizministerkonferenz forderte die Bundesregierung im Sommer 2017 endlich zum Handeln auf. Passiert ist: nichts. Warum aber ist das so?


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Wie wäre es mit einer "therapeutischen Rechtsprechung"?


Streit ist eines der häufigsten Argumente gegen die Doppelresidenz. Wie dieser Entsteht und welche Auswirkungen er hat, dazu haben wir an vielen Stellen bereits hingewiesen

- Praxistipp: Doppelresidenz und Streit der Eltern

- Praxistipp: Anforderung an die Kommunikation und Kooperation

- Kindeswohlfremde Anreize und "Hochstrittigkeit"

Wie aber kann es gelingen, in gerichtlichen Verfahren nicht nur ein Urteil (Beschluss) zu fassen, sondern Eltern und Kindern auch tatsächlich eine Basis für die Zukunft zu geben? Wie lässt sich verhindern, das Kinder einen Elternteil verlieren?


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Vorteile der gemeinsamen Betreuung: Kinderrecht und Elternpflicht


Trotz der Erkenntnis der schädlichen Auswirkungen der Alleinerziehung und der vielen Vorteile der gemeinsamen Erziehung, sind die Kritiker weiterhin gegen die gemeinsame Betreuung. Hier erfahren Sie, warum Scheidungskinder davon profitieren, mit beiden Elternteilen aufzuwachsen.


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Gemeinsame Erziehung, soziale Gerechtigkeit und Kinderrechte Schlussfolgerungen der Vierten Internationalen Konferenz zur gemeinsamen Elternschaft.


Die Vierte Internationale Konferenz zur gemeinsamen Elternschaft, die vom Internationalen Rat zur gemeinsamen Elternschaft unter der Schirmherrschaft des Europarates organisiert wurde, ist kürzlich abgeschlossen worden. Nach der dritten Konferenz des Rates über das "Wohl des Kindes" in Scheidung, auf der festgestellt wurde, dass das Wohl des Kindes im Einklang mit einer Rechtsvermutung der Miterziehung steht, war das Thema der vierten Konferenz "Shared Parenting, Social Justice and Children's Rights". Dies war das vierte internationale Treffen von Familienwissenschaftlern, Praktikern und NGO-Vertretern aus 40 Ländern, die sich auf den Bereich der gemeinsamen Elternschaft spezialisiert haben.


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Wie man die Geld- und Streitprobleme getrennter Eltern einfach lösen könnte


Geld, Macht und Einfluss gibt niemand gerne auf – so formulierte es die damalige Familienministerin Manuela Schwesig – es ging um Führungspositionen in Unternehmen und die gleichberechtigte Chance von Frauen auf ebendiese Positionen.

Geld, Macht und Einfluss gibt niemand gerne auf. Auf diese einfache Formel könnte man auch viele Streitigkeiten nach einer Trennung der Eltern reduzieren. Das Problem dabei? Die Kinder sind das Mittel zur Zielerreichung. Betreuungszeit und Verfügungsmacht – durchaus auch über den anderen Elternteil, hängen im geltenden Familienrecht unmittelbar mit dem Kind zusammen. Hier werden kindeswohlfremde Fehlanreize gesetzt.


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